Als Vorbereitung auf eine externe Prüfung nichtfinanzieller Kennzahlen durch den Wirtschaftsprüfer sollten Unternehmen ihre Datenerhebungsprozesse unter die Lupe nehmen. Verschiedenes gilt es zu beachten, um ein Datenmanagement aufzubauen, das der externen Prüfung standhält.

In dieser dreiteiligen Beitragsreihe zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Nachhaltigkeits-berichterstattung fit für die externe Prüfung machen und welche Vorteile sich daraus langfristig ergeben.

 

Zur Erfüllung des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes müssen Unternehmen die wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Diese decken sich teilweise mit den KPIs zum Management der wesentlichen Themen nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI). Bei einer GRI-konformen Berichterstattung sind darüber hinaus verschiedene Angaben für die jeweils wesentlichen CR-Themen vorgegeben und zu berichten. Dabei gibt die Global Reporting Initiative Reporting-Prinzipien vor, über die eine hohe Berichtsqualität gewährleistet werden kann: Vollständigkeit, Vergleichbarkeit, Genauigkeit, Klarheit, Aktualität und Verlässlichkeit. Diese sollten bei der Erfassung nichtfinanzieller Kennzahlen beachtet werden.

Der Aufbau eines Datenmanagements beginnt mit der exakten Definition einer Kennzahl. Wenn das Unternehmen einen externen Standard nutzt, sollten die Indikator-Definitionen des Standards genutzt werden. Die größte Herausforderung gerade bei internationalen Unternehmen: Die Verfahren zur Erhebung einer Kennzahl müssen über alle betroffenen Unternehmensteile hinweg systematisch erhoben und beschrieben werden. Anforderungen aus einer möglichen externen Prüfung der Daten werden beim Prozessdesign berücksichtigt. Wir empfehlen das Aufsetzen eines Datenblattes für jeden zu prüfenden Indikator, denn dies standardisiert die interne Datenerfassung und erleichtert eine anschließende Prüfung.

Für Geschäftsjahre beginnend ab dem 01.01.2019 müssen nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz berichtspflichtige Unternehmen das Ergebnis einer freiwilligen inhaltlichen Prüfung gemeinsam mit der Berichterstattung veröffentlichen. Wir empfehlen Unternehmen, die Zeit bis dahin zu nutzen, um die Datenerhebungs- und CR-Berichtsprozesse weiter zu optimieren.

Neben der Unterstützung der Kontrollaufgabe des Aufsichtsrats kann eine externe Prüfung für Unternehmen weitere interne und externe Effekte bewirken. Die Prüfung kann die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung erhöhen. Auch Impulse zur kontinuierlichen Steigerung der Berichtsqualität und weiteren Professionalisierung des CR-Managements können sich ergeben. So können Verbesserungen in CR-Ratings und –Rankings erreicht und der Business Case von Nachhaltigkeit genutzt werden.

 

Scholz & Friends Reputation unterstützt Unternehmen dabei, die Nachhaltigkeitsberichterstattung auf die externe Prüfung vorzubereiten. Sollten Sie Interesse an näheren Informationen haben, kontaktieren Sie uns gerne (reputation@s-f.com). >> Teil 3 ist der letzte Teil dieser Beitragsreihe über die externe Prüfung von CR-Informationen.