Die Corona-Pandemie hat bei einzelnen Unternehmen ungeahnte Kreativität hervorgerufen – und dem Transformationsprozess zur Digitalisierung einen Schub gegeben. Viele Aktivitäten sind nicht aus Engagement-Strategien abgeleitet, sondern durch die Unternehmenskultur motiviert. Aber nachhaltigkeitserfahrene Unternehmen haben Vorteile: bezogen auf die Mitarbeitenden und ihr gesellschaftliches Engagement, aber auch wenn Geschäftsmodelle modifiziert und Lieferketten in den Blick genommen werden.

In einem ersten Artikel „Nachhaltigkeitsstrategien in Zeiten von Corona“ hat der Autor dargestellt, was tragfähige CSR-Strategien auszeichnet und was die Corona-Pandemie für diese bedeutet und wie sie angepasst werden müssten. In diesem zweiten Artikel ist die Vielfalt an Unternehmensengagement auf Basis der Beobachtungen und Beratungserfahrung systematisiert und Erfolgsfaktoren in acht Thesen dargelegt.

Um eine erste Einordnung vorzunehmen, wurde versucht, zunächst die Vielzahl an derzeit veröffentlichten Corona-bezogenen Aktivitäten von Unternehmen in vier Handlungsbereiche zu gruppieren: Gesellschaftliches Engagement, Anpassungen bei Geschäftsmodellen und am Markt, Digitalisierung und Arbeiten im Remote-Modus, Veränderungen in den Lieferketten. Zu jedem dieser Bereiche wurden Nachhaltigkeitsherausforderungen identifiziert, die sich aktuell oder in der mittelfristigen Perspektive für Unternehmen ergeben werden. Zudem werden Thesen postuliert, was Unternehmen für ihre eigenen Nachhaltigkeitsstrategien daraus lernen und wie sie gegebenenfalls agieren sollten.

1. Gesellschaftliches Engagement

Die Corona-Pandemie zeigt, dass eine Vielzahl an Unternehmen sehr schnell reagieren und sich in dieser Krisensituation gesellschaftlich engagieren. Dabei nutzen sie sehr unterschiedliche Wege und Ansätze.

Die Spende von Geld oder Sachmitteln für gemeinnützige Einrichtungen ist eine unmittelbare Antwort vieler Unternehmen. Die Fülle an Beispielen – quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen – zeigt das Selbstverständnis, mit dem angepackt und Solidarität gezeigt wird. Jägermeister schenkt dem Krankenhaus Braunschweig 50.000 Liter Alkohol für Desinfektionsmittel.[1] Der Konzern Bayer spendet Krankenhäusern in Italiens am stärksten betroffener Region, der Lombardei, eine Million Euro.[2] Volkswagen stellt Bund und Ländern 400.000 Atemschutzmasken zur Verfügung.[3] Motiviert durch die Unternehmenskultur verkündete der Vorstand der Beiersdorf AG eine 50 Millionen-Spende an gemeinnützige Organisationen.[4] Diese sollen z. B. für Initiativen gegen Vereinsamung oder häusliche Gewalt zur Verfügung gestellt werden. Die interne Reaktion der Mitarbeitenden war überwältigend und einhellig positiv.

Gesellschaftliches Engagement kann auch durch die Mitarbeitenden stattfinden, indem diese ihre Arbeitszeit und ihr Knowhow einbringen. So stellt Lufthansa Mitarbeitende mit medizinischen Kenntnissen auf Wunsch frei, damit diese sich ehrenamtlich in Krankenhäusern engagieren können.[5] Bei McDonald’s werden Mitarbeitende „verliehen“, um unsere alltägliche Versorgung sicherzustellen. Sie helfen in Aldi-Supermärkten mit, um den großen Kundenandrang zu bewältigen.[6]

Wir alle sind in unserem Alltag stark eingeschränkt und müssen lernen, mit sozialer Distanzierung zu leben. Stärker aus dem Vertrieb heraus bieten Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen entweder kostenlos oder zu Sonderkonditionen an. Die Telekommunikationsanbieter Vodafone, O2 und Deutsche Telekom spendieren ihren Kunden extra Datenvolumen[7], damit sie digital in Verbindung bleiben können. Content- und Streamingdienste wie TVnow[8], Gruner+Jahr[9] und übrigens auch einige Porno-Anbieter haben ihre Premium-Angebote derzeit kostenlos gestellt. So wollen sie uns das Zuhausebleiben erleichtern. Und vielleicht auch längerfristig neue Kunden gewinnen.

Andere Unternehmen unterstützen gezielt medizinisches Personal. Bei Sixt Share erhalten medizinische Angestellte 100 € Startguthaben.[10] Und beim Anruf-Sammeltaxi Berlkönig in Berlin ist die Beförderung in der Nacht für sie kostenfrei.[11] Diverse Bäckereien, Imbisse und Restaurants verschenken ganz lokal ihr Essen an Pflegepersonal und Helfer.

Kurzum: In der Krise setzen Unternehmen nicht auf ihre strategischen Engagement-Programme. Sie handeln am akuten Bedarf orientiert, auf vielfältige Art, sehr pragmatisch und mit einer hohen Selbstverständlichkeit. Dieses Handeln leitet sich eher aus dem Wertekanon und der Unternehmenskultur ab. In diesem „vorstrategischen“ Raum kann die Wahrnehmung der Mitarbeitenden auf Unternehmensverantwortung die Rolle eines Multiplikators spielen.

These 1: Wenn die Unternehmenswerte von den Mitarbeitenden als Teil einer gelebten Kultur wahrgenommen werden, unterstützt dies die Identifikation mit dem Engagement und vervielfältigt auch die Glaubwürdigkeit und positive Wahrnehmung des Unternehmens.

Aus Nachhaltigkeitssicht ist es für Unternehmen sinnvoll, ihr Engagement als Corporate Citizen strategisch herzuleiten. Über Ansätze wie Shared Value oder Win-Win entstehen Programme, durch die sowohl die Gesellschaft als auch das Unternehmen profitieren sollen. Die aktive Einbindung von Mitarbeitenden über Corporate-Volunteering-Formate hat sich dabei zu einem Erfolgsfaktor entwickelt.

Krisenbezogene Hilfe entzieht sich aus nachvollziehbaren Gründen diesem eher betriebswirtschaftlichen Ansatz – und das ist auch gut so! Dennoch können Nachhaltigkeitsvorreiter auch bei Corona-Engagement entscheidende Vorteile haben.

These 2: Wenn Unternehmen über Corporate-Volunteering-Formate das bürgerschaftliche Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken, binden sich diese leichter in Engagement-Aktivitäten zu Corona ein und können so Hebelwirkungen erzielen.

2. Anpassungen bei Geschäftsmodellen und am Markt

Viele Unternehmen reagieren derzeit auf die Corona-Pandemie, indem sie ihre Geschäftstätigkeit an die aktuellen Möglichkeiten anpassen. Vertriebswege ändern sich, das Produktspektrum folgt der aktuellen Nachfrage. Für begehrte Produkte wie Desinfektionsspray oder Toilettenpapier reglementieren Händler den Verkauf, um Hamsterkäufen oder Wucherpreisen entgegenzuwirken.

So bieten Spielwarengeschäfte, Buchläden oder Restaurants teils erstmals einen Abholservice an. Anbieter von Fitness- und Yoga-Kursen entwickeln Online-Trainings für Zuhause. Museen laden zu virtuellen Rundgängen ein, und die Berliner Clubszene bietet über www.unitedwestream.de täglich DJ-Sets und Live-Auftritte. Durch Spenden und den Verkauf von Kleidung und Getränken wollen die Initiatoren das Überleben der Kulturszene selbst in die Hand nehmen. Gutscheinmodelle wie bei der privaten Initiative Helfen.Berlin[12] sollen dazu beitragen, gerade kleineren Geschäften und Dienstleistern das Überleben zu sichern.

Andere Unternehmen reagieren noch drastischer und erweitern ihre Produktpalette mit Blick auf die Corona-bedingte Mangelsituation. So nähen Textilhersteller wie Trigema, Entega oder H&M mittlerweile Atemschutzmasken oder Schutzkleidung.[13] Beiersdorf, BASF, aber auch die Bremer Beck’s Brauerei stellen nun Desinfektionsmittel her. Und der hessische Messebauer Fair Care! hat sein Geschäft auf Plexiglas-Schutzwände für Apotheken umgestellt.[14]

Auch die gezielte Verknappung kann ein Gebot der Stunde und Zeichen von Unternehmensverantwortung sein. Aufgrund der immensen Nachfrage nach Desinfektionsmittel oder Toilettenpapier, verkaufen immer mehr Einzelhändler diese Produkte nur noch in bestimmten Kontingenten. Und Online-Händler wie eBay[15] unterbinden das Geschäft mit typischen Mangelartikeln durch Privatpersonen.

Das Medienhaus Axel Springer[16] entwickelte für Anzeigenkunden von Welt und BILD die Aktion #wirfüreuch und bietet derzeit zusätzliche Reichweiten für Motive mit Corona-Bezug wie das Dankeschön an pflegende und medizinische Berufe, die eigenen Mitarbeitenden oder den Einzelhandel. Durch begleitende Marktforschung liefern sie Erkenntnisse und Argumente, wie sich Marketing in diesen Krisenzeiten verändern muss – und sichern so auch ihr eigenes Geschäftsmodell ab.

Nicht jedes Unternehmen hat die Möglichkeit, aus eigener Kraft eine intensive Krisenzeit zu überstehen. Dort, wo dies möglich ist, variiert der Anpassungsbedarf offensichtlich sehr deutlich je nach Branche und Geschäftsmodell. Generell ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Anpassung bei Produkten, Geschäftsmodell oder Vertriebswegen sicher auch vom Innovationsvermögen des Unternehmens abhängig. Weitere interne Erfolgsfaktoren sind der Reifegrad an Digitalisierung sowie das Selbstverständnis der Mitarbeitenden, Teil einer Lösungsfindung zu sein.

These 3: Eigenverantwortung und unternehmerisches Denken als Teil der Unternehmenskultur stärken das Innovationspotential für notwendige Anpassungen.

Aus der Nachhaltigkeitsperspektive kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Unternehmen, die enge Beziehungen in verschiedene gesellschaftliche Bereiche und Gruppen haben, sollten genauer antizipieren können, wo sich ein Bedarf abzeichnet. Sie können schneller und passgenauer reagieren und ihre Produkte und Dienstleistungen, Geschäftsmodelle und Vertriebswege entsprechend umstellen.

These 4: Ein etabliertes Stakeholder-Management fungiert als Sensor für Anpassungsnotwendigkeiten und -möglichkeiten. Das hilft besonders dann, wenn schnelle Reaktionszeiten notwendig sind.

 

 

3. Digitalisierung und Arbeiten im Remote-Modus

Die in immer mehr Staaten ausgesprochenen Kontaktbeschränkungen münden auch darin, dass Produktionsprozesse eingestellt werden und Mitarbeitende in Kurzarbeit gehen. Wo in Büros auf engem Raum zusammengearbeitet wurde, schicken Unternehmen die Mitarbeitenden möglichst in den Remote-Working-Modus und lassen von zu Hause arbeiten. Diese plötzliche Umstellung hat Unternehmen und Mitarbeitende vor einige Herausforderungen gestellt. Zunächst geht es dabei um technische Vorassetzungen wie die Bereitstellung geeigneter Hardware und Software oder den VPN-Zugang zum Firmennetzwerk.

Individueller und damit schwieriger zu beantworten sind Fragen rund um das Arbeiten auf dezentralem Digitalmodus. Wie sichere ich Qualität, koordiniere die Teamarbeit, gestalte Abstimmungsprozesse? Wie tausche ich mich mit Geschäftspartnern effektiv aus? Am zentralen Internetknoten in Frankfurt werden seit Beginn der Pandemie 50 % mehr Videokonferenzen gemeldet.[17] Und auch hier engagieren sich Unternehmen: Microsoft bietet seine Teams-Software[18] und SAP ausgewählte Software-Lösungen[19] vorerst kostenlos an, um Zusammenarbeit und Lernen in Unternehmen zu erleichtern. Und da der Datenverkehr sprunghaft um etwa 10 % anstieg,[20] haben Streaming-Dienste und Content-Plattformen reagiert. Netflix und Youtube reduzierten als erste die Bildqualität ihrer Angebote, um so den erhöhten Durchleitungsbedarf für Daten möglich zu machen.[21]

Ein Erfolgsfaktor bei der eigenen digitalen Transformation ist es, die Mitarbeitenden aller Altersgruppen und Verantwortungsbereiche mitzunehmen. Digitale Inklusion ist damit nicht nur ein gesellschaftliches, sondern auch ein betriebsinternes Thema geworden. Unternehmen wie Telefónica sollten ihre langjährigen Erfahrungen in diesem CR-Bereich[22] nutzen können.

These 5: Unternehmen, die sich bereits mit digitaler Inklusion unserer Gesellschaft befassen, fällt es leichter, die gesamte Breite ihrer Mitarbeitenden in den Remote Working Modus mitzunehmen.

Auch die Grenzen zwischen Arbeiten und Privatleben sind schwieriger einzuhalten. Da Schulen geschlossen sind, stehen nicht nur Lehrer, sondern auch Mütter und Väter vor der Herausforderung, ihr mobiles Arbeitsleben mit Grundversorgung, Kinderbetreuung und Bildungsbegleitung in Einklang zu bringen. Auf Seiten des Arbeitgebers sind Augenmaß, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gefragt, hier die angemessenen Entscheidungen zu fällen und auch neue Wege zu gehen. Schon aus Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitenden, aber auch aus Eigeninteresse sollten sie dieses mit einem hohen Maß an Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden und der Gesellschaft – und übrigens auch gegenüber der Umwelt – tun.

These 6: Im Sinne ihrer Corporate Digital Responsibility werden Unternehmen aller Branchen ihre Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden, Gesellschaft, Umwelt und für einen langfristigen Unternehmenserfolg in einem stärker digitalisierten Umfeld neu austarieren müssen.

4. Veränderungen in den Lieferketten

Um die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen, wurden die Geschäftstätigkeiten teils drastisch reduziert oder eingestellt. Auch Großunternehmen mussten Kurzarbeit anmelden, in Teilen sogar Entlassungen aussprechen. Die Veränderungen im gesellschaftlichen Leben führten zudem bei vielen Angeboten zu sinkender Nachfrage. Mit am stärksten betroffen ist die Tourismuswirtschaft.[23] Aber auch Daimler und Volkswagen stellten ihre europäische Auto-Produktion weitgehend ein.[24]

Dort, wo die Produktion unter Wahrung der Sicherheitsvorgaben noch möglich wäre, tauchen neue Schwierigkeiten auf: Vorprodukte sind auf dem internationalen Markt nicht mehr in ausreichendem Maße verfügbar. Da insbesondere viele chinesische Firmen über Wochen stillstanden, fehlt es zum Beispiel in der Elektronikbranche derzeit an Teilen und Komponenten.[25]

Die Menschen, die in den Zulieferbetrieben in Schwellen- und Entwicklungsländern arbeiten, sind von der Krise besonders betroffen. Die Arbeitenden unterliegen oft keinem ausreichenden Arbeits- und Gesundheitsschutz. Und wenn die Arbeit aufgrund sinkender Nachfrage eingestellt wird, können Arbeitende und ihre Familien in existenzielle Not geraten – insbesondere dort, wo staatliche Fürsorge nicht gewährleistet ist. Für die textile Produktionskette im südlichen Asien entwickelt sich die Situation besonders dramatisch, seit viele große Modeketten ihre Aufträge gekündigt haben.[26]

Der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte versucht, unzureichende Arbeits- und Lebensbedingungen in globalen Wertschöpfungsketten positiv zu verändern. Noch nähern sich viele Unternehmen diesem Aspekt nachhaltigen Wirtschaftens nur zögerlich an. Die Sachlage ist komplex und der Gestaltungsspielraum kurzfristig oft gering. Dennoch: Eine vorbildliche Verantwortungsübernahme gegenüber eigenen Mitarbeitenden sollte nicht dort aufhören, wo ein anderer Firmenname über einer Fabrik steht. Weil es um Menschen geht, aber auch darum, eigene Lieferketten perspektivisch zu sichern, müssen Unternehmen gerade in diesen Zeiten die globalen Auswirkungen ihres Handelns noch stärker berücksichtigen.

These 7: Durch die Corona-Pandemie wird sich der Blick auch auf die Auswirkungen in den Lieferketten von Unternehmen richten. Auch hier ist Haltung gefragt!

Fehlende Produktion oder Nachfrage bei uns führt zu einem teils signifikanten Verfall von Rohstoffpreisen. Beim Benzinpreis reagiert die OPEC als staatenübergreifendes Bündnis mit Verknappung. Aber was ist mit anderen Rohstoffen? In Lateinamerika hat der Verfall des Kakaopreises massive Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von Kleinbauern und ihren Familien, die schon in Vor-Corona-Zeiten oft unterhalb eines existenzsichernden Lohns arbeiteten.[27] Ähnliches droht in anderen Branchen und Schwellenländern, wenn wir – aus durchaus verständlichen Gründen – Produktionen wieder verstärkt nach Europa holen.

Bei der Verantwortung gegenüber seinen Lieferanten gehen derzeit nachhaltige Mode-Label wie Armedangels voran:[28] Bereits beauftragte Bestellungen wurden trotz Shutdown nicht storniert.[29] Und Unilever[30] leistet seinen Lieferanten Vorauszahlungen, um deren finanzielle Liquidität zu wahren. Und selbst das Aussetzen von Mietforderungen bei uns in Deutschland kann gerade kleineren Händlern das Überleben sichern.[31] Als große Filialisten wie Deichmann und H&M davon Gebrauch machten, entbrannte eine sehr emotionale Diskussion, insbesondere gegenüber dem DAX-Unternehmen Adidas. Gerade in Krisensituationen erwarten Menschen ein konsistentes Gesamtbild von Unternehmensverantwortung und das Abwägen unterschiedlicher Auswirkungen. Bei Adidas führten die negativen Reaktionen zu einem Umdenken, so dass schließlich ein öffentlicher Kotau erfolgte.[32]

Für Unternehmen, die ihre Lieferketten verantwortungsvoll gestalten, ist Transparenz unerlässlich. Nur so können sie nachvollziehen, welche Geschäftspartner in besonderem Maße von negativen Krisenauswirkungen betroffen sind. Langfristige Verträge und ein partnerschaftliches Miteinander erleichtern die Transparenz. Da eine kritische Öffentlichkeit immer mehr Wert auf das Umgehen von Unternehmen mit ihren Zulieferern legt, wird Corona-begründetes Engagement in den Lieferketten immer mehr zu einem Nachweis für die Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit von Nachhaltigkeitsstrategien.

These 8: Langfristige Beziehungen zu Lieferanten und Geschäftspartnern ermöglichen effizientes Handeln in Krisenzeiten. Zugleich stabilisieren sie die Geschäftsbeziehung auch über Krisenzeiten hinaus.

Mit jeweils unterschiedlicher Akzentuierung dieser vier Handlungsbereiche haben viele Unternehmen schnell auf die Krise reagiert und sich den unvorhergesehenen Gegebenheiten angepasst. Dies spricht für ihre Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit. Das kurzfristige Handeln in Krisenzeiten sollte nun auch zu einem Teil von Nachhaltigkeitsstrategien werden. So ergänzt es die dort angelegten, langfristigen Ansätze. Systematische Ansätze, wie beispielsweise die Transparenz in den Lieferketten zu erhöhen oder eine digitale Transformation mit allen Mitarbeitenden umzusetzen, können wiederum die Effizienz und Effektivität von Krisenverhalten steigern. So unterstützen Nachhaltigkeitsstrategien auch kurzfristig die Resilienz eines Unternehmens.

Der erste Artikel von Dr. Norbert Taubken „Nachhaltigkeitsstrategien in Zeiten von Corona“ sowie dieser zweite Teil des Artikels ist in ähnlicher Form auch auf www.umweltdialog.de erschienen.

 

[1] https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/coronavirus-jaegermeister-liefert-50-000-liter-alkohol-fuer-desinfektionsmittel-a-aa7fbca4-e657-4df7-89cf-899081a22f18

[2] https://media.bayer.de/baynews/baynews.nsf/id/Bayer-spendet-eine-Million-Euro-fuer-Krankenhaeuser-in-der-Lombardei

[3] https://www.rnd.de/gesundheit/vw-spendet-medizinguter-400000-atemschutzmasken-aus-china-fur-bund-und-lander-angekommen-3KL7Q6VGLDF5GA2SS25RT6P374.html

[4] https://www.beiersdorf.de/presse/pressemitteilungen/alle-pressemitteilungen/2020/03/29-hilfsprogramm-in-hoehe-von-50-millionen-euro-gegen-covid-19

[5] https://www.fvw.de/mobilitaet/news/im-kampf-gegen-corona-lufthansa-stellt-mitarbeiter-mit-medizin-kentnissen-frei-207345

[6] https://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/mcdonald-s-mitarbeiter-helfen-bei-aldi-aus-a-1305613.html

[7] https://www.wz.de/digital/telekom-vodafone-und-o2-mit-sonderaktionen-wegen-der-corona-pandemie_aid-49643469

[8] https://www.focus.de/kultur/service/fernsehen-ohne-tv-anschluss-wirbleibenzuhause-tv-now-ermoeglicht-kostenloses-streaming-bis-ende-juni_id_11813489.html

[9] https://www.horizont.net/medien/nachrichten/wegen-corona-bei-gruner–jahr-ist-alles-umsonst-181905

[10] https://www.sixt.de/magazine/news/carsharing-corona/

[11] https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/2020/coronavirus/beitraege/bvg-berlkoenig-sonderfahrten-medizinisches-personal-kostenfrei.html

[12] https://helfen-shop.berlin/home/

[13] https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/technik/mundschutz-gegen-corona-so-stellt-trigema-masken-her-16702640.html

[14] https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/corona-jaegermeister-liefert-alkohol-fuer-desinfektionsmittel-16692757.html

[15] https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege/ebay-verkauf-toilettenpapier-hygieneartikel-eingeschraenkt.html

[16] www.mediaimpact.de/de/angebote/aktion-wirfuereuch

[17] https://www.morgenpost.de/web-wissen/web-technik/article228723225/50-Prozent-mehr-Videokonferenzen-in-Corona-Krise.html

[18] https://docs.microsoft.com/de-de/microsoftteams/e1-trial-license

[19] https://news.sap.com/germany/2020/03/kostenlos-software-services-digitales-lernen/

[20] https://www.morgenpost.de/web-wissen/web-technik/article228723225/50-Prozent-mehr-Videokonferenzen-in-Corona-Krise.html

[21] https://www.dasding.de/lifestyle/corona-internet-ueberlastung-100.html

[22] https://www.telefonica.de/verantwortung/leben-in-der-digitalen-welt-staerken/digitale-inklusion.html

[23] http://www.btw.de/themen/coronavirus.html

[24] https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/corona-krise-vw-und-daimler-stellen-produktion-in-europa-weitgehend-ein-16682706.html

[25] https://www.stimme.de/deutschland-welt/wirtschaft/wt/Coronavirus-Lieferengpaesse-in-Industrie-und-Handel;art270,4333926

[26] https://www.tagesschau.de/wirtschaft/modeketten-naeherinnen-asien-101.html

[27] https://www.voicenetwork.eu/wp-content/uploads/2020/04/200407-Voice-Network-COVID-19-response-for-Cocoa-Farmers.pdf

[28] https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/corona-und-armed-angels-fair-fashion-hat-einen-vorteil-in-der-krise-a-ce48db62-0b80-4400-b25f-87a386665519

[29] https://taz.de/Modemarken-in-der-Corona-Krise/!5673493/

[30] https://www.unilever.com/news/press-releases/2020/helping-to-protect-lives-and-livelihoods-from-the-covid-19-pandemic.html

[31] https://www.capital.de/immobilien/keine-mieten-bis-september

[32] https://www.absatzwirtschaft.de/adidas-entschuldigt-sich-und-zahlt-jetzt-doch-miete-171347/